Die Zukunft der Veterinärhomöopathie in Europa konnte gesichert werden!

März 20, 2016

Die Legalität der klassischen Homöopathie mit Einzelarzneimitteln in der Veterinärmedizin stand vorletzte Woche auf der Kippe! Wie bereits bei der Jahreshauptversammlung berichtet, war in der neuen EU-Tierarzneimittel-Verordnung eine Registrierung der homöopathischen Einzelarzneien für die Verwendung in der Veterinärmedizin vorgesehen. Das wäre dem Aus der klassisch homöopathischen Therapie in der Veterinärmedizin mit Einzelmitteln gleichgekommen. Am 10. März hat das europäische Parlament nun beschlossen, dass künftig keine zusätzliche Registrierung für die Anwendung bei Tieren notwendig ist.

Dass es zu diesem für uns erfreulichen Abstimmungsergebnis gekommen ist, haben wir dem unermüdlichen Einsatz von Dr. Petra Weiermayer und anderen IAVH-Vorstandsmitgliedern und National Representatives (für Österreich: Dr. Barbara Wieser) zu verdanken. Denn dieses Abstimmungsergebnis war alles andere als sicher, im Gegenteil: Die erste Entscheidung im EU-Parlament im so genannten „ENVI-Ausschuss“ war noch gegenteilig ausgefallen. In der Regel folgen die 751 EU-Parlamentarier den Entscheidungen der Ausschüsse, daher mussten andere Wege gefunden werden, doch noch ein für uns positives Abstimmungsergebnis zu erzielen.

Intensive persönliche Kontakte (Mag. Maria Rosenberg) zu den europäischen Grünen führten dazu, dass diese unter der Leitung des deutschen Grün-Abgeordneten Martin Häusling geschlossen einen entsprechenden Änderungsantrag einbrachten. Zahllose persönliche Telefonate mit EU-Abgeordneten aller Fraktionen aus vielen Mitgliedstaaten sorgten schließlich für die notwendige Mehrheit bei der Abstimmung. Das Ergebnis ist erfreulich, wie es in einer Aussendung der Europäischen Grünen zu lesen ist: „Es ist gut, dass die Mehrheit der Abgeordneten dem grünen Änderungsantrag gefolgt ist und homöopathischen Tierarzneimitteln in der EU-Verordnung keine erschwerten Anwendungsbedingungen auferlegt wurden.“

Nun gilt es noch diese gelungenen Änderungen durch den Europäischen Rat zu bringen. Auch hier ist wieder einiges an Einsatz gefragt. Jeder ist herzlich willkommen uns tatkräftig zu unterstützen – im Sinne des Erhalts der homöopathischen Therapie für unsere tierischen Patienten! Bei Interesse einfach an Dr. Petra Weiermayer –petra.weiermayer@gmx.at wenden.

Auch in den Medien wurde über die befürchteten Einschränkungen berichtet, wie hier in der Online-Ausgabe der Pferderevue.

Interview mit Dr. Petra Weiermayer in der Pferderevue

Artikel Pferderevue 14.3.2016

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