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 Aus der Frühzeit der Homöopathie: Hahnemann-Briefe werden in Berlin versteigert

Von Oegvh
31.05.2010 17:36

53 bislang unbekannte Briefe von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, kommen am 15. Juni 2010 in Berlin bei den Autographenspezialisten J.A.Stargardt zur Auktion. Die Briefe dokumentieren Hahnemanns Behandlung einer Patientin in Penig (Mittelsachsen), die an Unterleibsbeschwerden litt.
 
Hahnemann praktizierte damals (1817) in Leipzig und stand in Konflikten mit den etablierten Ärzten und Apothekern der Stadt, die seine neuartigen Behandlungsmethoden strikt ablehnten und sich dagegen verwahrten, daß Hahnemann seine homöopathischen Präparate selbst anfertigte.
 
Die inhaltsreichen Briefe wurden erst kürzlich aufgefunden, sie stellen eine wertvolle Quelle zur Medizingeschichte dar. Der Schätzpreis beträgt 60.000 EUR.
 
In der zweitägigen Handschriften-Auktion werden daneben Briefe und Manuskripte weiterer bedeutender Persönlichkeiten versteigert, darunter Johann Sebastian Bach (Quittung über Klaviermiete, 40.000 EUR), Wilhelm Busch, Albert Einstein, Friedrich der Große, Mahatma Gandhi, Karl Marx, Friedrich Nietzsche (5 Briefe an eine Freundin, 40.000 EUR) und Friedrich Schiller (Fragment aus "Phaedra", 16.000 EUR). Insgesamt kommen rund 1200 Positionen mit einem Schätzwert von 1 Million EUR zum Aufruf.
www.stargardt.de

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