|
Wie wichtig es ist, sein Wissen um die praktische Homöopathie zu überprüfen und weiter zu entwickeln, wurde auf der Lehrpraxis Veterinärhomöopathie für Tierärzte in Zell/Moos (Irrsee) am 23.10.2009 sehr praxisnah demonstriert.
Im Vorfeld der diesjährigen Jahrestagung der ÖGVH am Irrsee, fand am Freitag, den 23.10.2009 die Lehrpraxis Veterinärhomöopathie für Tierärzte „Praktische Homöopathie am Live-Patienten“ statt.
Diese Veranstaltung stand allen klassisch homöopathisch interessierten Tierärzten und Studenten offen und wird mit 4 VETAK-Bildungspunkten bzw. 4 Stunden für den FTA-Homöopathie oder das Diplom angerechnet.
Unter der Leitung der Dres. Gabriele und Peter Knafl aus Klosterneuburg, fanden sich 18 Tierärzte ein, um ihr Wissen über die homöopathische Anamnese und Fallbearbeitung zu vertiefen.
Zur Verfügung standen zwei Live-Patienten, ein Berner-Sennen/Border-Collie-Mischling mit chronischem Juckreiz und eine Labrador-Retriever-Hündin mit einer schon lang andauernden Angstproblematik, die von einem vor Ort praktizierenden Kollegen aus seinem Patientenkreis für diese Veranstaltung gewonnen werden konnten.
In beiden Fällen wurde eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig das Fingerspitzengefühl bei der doch sehr eindringlichen Befragung der Patientenbesitzer ist und wie schwer es sein kann die erforderlichen Einzelheiten von den Tierhaltern zu erfahren, ohne die dringend benötigte Kooperationsbereitschaft zu verlieren. Die erhobenen Daten wurden dann in Kleingruppen bzw. im Auditorium auf verwertbare Symptome durchgearbeitet, anschließend in die Sprache des Repertoriums umgesetzt und eine Differenzierung der erarbeiteten Arzneimittel durchgesprochen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Fortbildung war die Besprechung von Problemen, die den Teilnehmern bei der täglichen homöopathischen Praxis die Arbeit erschweren. Als Beispiel die bekannte Problematik, wie man Einnahmevorschriften so vermitteln kann, dass sie von den Patientenbesitzern korrekt ausgeführt werden, um den Behandlungserfolg zu gewährleisten.
Damit neigte sich eine Veranstaltung dem Ende zu, die den Beteiligten die Möglichkeit gab ihr Wissen in Bezug auf die klassische homöopathische Fallbearbeitung zu überprüfen und weiter zu entwickeln.
Über weitere Termine für Fortbildungen im Bereich Homöopathie, finden sich Informationen auf der Internetseite der ÖGVH unter www.oegvh.at.
(Diane Sigge)
|